Power Posen: Wirkung durch Haltung

Aktualisiert: Mai 12

5 konkrete Tipps, um weiche Knie in herausfordernden Situationen zu vermeiden!

Sie stehen in der Damentoilette Ihres potenziellen neuen Arbeitgebers, gleich startet Ihr Vorstellungstermin. Mit bleichem Gesicht, hochgezogenen Schultern und kalten Händen blicken Sie in den Spiegel. Und da ist er wieder, der Selbstzweifel: „Bin ich gut genug, um für diese große Firma zu arbeiten? Kann ich überhaupt das bieten, was hier erwartet wird? Was, wenn sie fiese Fragen stellen, die mich aus dem Konzept bringen? Hoffentlich bekomme ich keine roten Flecken am Hals.“

Quälende Gedanken schießen durch Ihren Kopf und vor lauter Aufregung ist Ihnen eher nach Wegrennen zumute, als sich dem Gespräch zu stellen...


Der Übeltäter, der Ihnen hier gerade zusetzt, ist Ihr limbisches System.

Die grundsätzlich überlebenswichtige Programmierung, in Stresssituationen direkt auf Flucht, Angriff oder Starre zu stellen, hilft in diesem Moment jedoch nicht weiter. Was also tun?

Die schlechte Nachricht ist: Das limbische System lässt sich nicht umprogrammieren. Die gute Nachricht ist: Wir können es dennoch überlisten!


Die Lösung: Ein Wechselspiel aus positiven Gedanken und starker Körperhaltung

Dass Mentaltraining und die Kraft der Gedanken einen bedeutenden Einfluss auf unseren Erfolg haben, ist nicht nur durch den Leistungssport bekannt. „Ich kann, ich will und ich werde siegen“ ist ein typisches Mantra, mit dem Sportler sich überzeugen, ihren Siegeswillen stärken und sich mental „groß machen“.


Was hat es mit der Körperhaltung auf sich?

In spannenden Experimenten – zuerst mit Affen und später mit Menschen – hat die amerikanische Professorin Amy Cuddy erforscht, wie unsere Körperhaltung direkten Einfluss auf unsere Gedanken und auf unsere Außenwirkung hat. Frei nach dem Motto „Fake it, until you make it“ empfiehlt sie, vor jedem Auftritt oder Gespräch, in dem wir selbstsicher und überzeugend wirken möchten, eine „Power Pose“ einzunehmen, so, als wären wir Wonder Woman. Durch die Muskelkontraktionen wird die vermehrte Ausschüttung des Dominanzhormons Testosteron und die Reduktion des Stresshormons Cortisol hervorgerufen. Folglich verändert sich unser Auftreten, wir strahlen mehr Stärke, Selbstsicherheit und Kompetenz aus und können allein durch unsere Erscheinung besser überzeugen. Wie eine Rückkopplung wirkt sich dies wiederum auf unsere Gedanken aus: Wir sind positiver gestimmt, energiegeladen und „auf Erfolg gepolt“. Gefühlt kann uns jetzt nichts mehr aufhalten.

Machen Sie sich diesen grandiosen Effekt körpersprachlicher und mentaler Wechselwirkung für einen überzeugenden und gewinnenden Auftritt zunutze.

5 Tipps, um die Wirkung der „Power Posen“ zu verstärken

1. Positive Sprache und Körpersprache

Eine aufrechte Körperhaltung überzeugt nicht nur Ihre Mitmenschen sondern auch Ihr Gehirn. Überlegen Sie: In welcher Haltung fühlen Sie sich ausdrucksstark und selbstsicher? Steuern Sie so auch Ihr Inneres positiv. Verankern Sie in Ihrem Kopf beispielsweise das Bild einer kräftigen Löwin, die mit bedächtigem Schritt und ausdrucksstarkem Blick zielsicher vorwärtsstrebt. Denken Sie an eine berühmte Persönlichkeit, die Sie aufgrund ihres Auftretens bewundern, oder an ein großartiges Erfolgserlebnis in Ihrem Leben. Nutzen Sie diese Bilder für Ihre Bewegungsabläufe und Ihre Körperhaltung. Und streichen Sie folgendes Wort aus Ihrem Wortschatz: „Nicht“! Keine erfolgreiche Person würde jemals sagen: „Ich werde nicht scheitern“, sondern vielmehr: „Ich werde gewinnen!“

2. Hören Sie auf, „Everybodys Darling“ sein zu wollen


Unser Harmoniebedürfnis veranlasst uns dazu, Streit gar nicht erst entstehen zu lassen. Wir nehmen unfaire Angriffe in Kauf oder überlassen auf unsere Kosten anderen den Vortritt. Die persönlichen Bedürfnisse werden nach hinten gestellt, die eigenen Erfolge kleingeredet und dann macht die Kollegin das Rennen. Doch was haben Sie davon, außer Ärger, den Sie in sich hineinfressen? Sie spielen die Hauptrolle in Ihrem Leben, also steuern Sie es bewusst. Pippi Langstrumpf wird sicherlich auch nicht von jedem gemocht, nur lässt sie sich davon nicht verunsichern.

3. Vertrauen Sie auf sich und Ihre Fähigkeiten

Wie sollen andere an Sie glauben, wenn Sie es nicht selbst tun? Sobald wir Vertrauen in unsere Fähigkeiten haben und gedanklich hinter uns stehen, strahlen wir dies positiv aus. Und eine gesunde Portion Selbstverliebtheit hat bisher noch niemandem geschadet. Seien Sie also ruhig verschwenderischer mit Eigenlob und zurückhaltender mit Selbstkritik.

4. Nutzen Sie Misserfolge als Quelle für positive Veränderungen

Wir strahlen aus, was wir denken. Anstatt sich unnötig zu ärgern und nach einer zweiten Chance zu suchen, die wir nicht bekommen, macht es Sinn, zu überlegen: Was ist schiefgelaufen? Warum? Was soll beim nächsten Mal anders laufen? Und wie kann ich mein Verhalten dafür verändern? Alles andere ist ein giftiger Cocktail, der Sie nur entmutigt und herunterzieht.

5. Last but not least: Bitte lächeln!

Ein Lächeln im Gesicht verschönert nicht nur den Ausdruck und weckt Sympathie. Auch hier spielen die Muskelkontraktionen wieder eine Rolle und sorgen dafür, dass unser Gehirn – in der Annahme, dass wir aufgrund der Muskelbewegung fröhlich sind – Glückshormone ausschüttet.



(Auch erschienen auf: www.femalemanagers.de)



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